Weitere Initiativen der Hamburg Kreativ Gesellschaft
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Games Lift: Pipapo Games haben den Witz verstanden

Pipapo Games wirken gut eingespielt. Das Team hinter „Map Map“ meldet sich gutgelaunt, ergänzt einander beim Interview und nimmt bei all dem Spaß die eigenen Pläne sehr ernst.

Schon die Erklärung des Titels hat eine Pointe. „Wir fanden die Vorstellung lustig, dass unsere Charaktere im Spiel nur ‚Mäpmäp‘ sagen.“, erklärt Clara Müller. Der Name ist witzig, und er passt doppelt. „Map Map“ ist natürlich nicht nur eine lautmalerische Beschreibung; es ist vor allem ein Hinweis auf das Spielthema. Es geht um Landkarten: Die Orientierung auf Inseln, das Vermessen von Entfernungen und Positionen, die Anfertigung und Gestaltung eigener Karten. Gleichzeitig erzählt es eine gemütliche Abenteuergeschichte über Kinder an der Schwelle zum Teenageralter, die Schätze suchen und Baumhäuser bauen. 

Pipapo Games sind zu viert in den Games Lift Inkubator gekommen: Annika Neumann leitet die Programmierung und kümmert sich um das UI-Design, Lukas Hort ist zuständig für Game Design und hilft bei der Programmierung, Laura Hantschel ist zuständig für Concept Art und Art Direction, Clara Müller managt das Projekt und ist Environment Artist. Gefunden haben sich Pipapo beim Master-Studium an der HAW Hamburg und sind jetzt schon ein Team mit vielseitigen Qualifikationen und Erfahrungen. Annika hat etwa auch am Games-Lift-Alumni-Projekt „Leif’s Adventure“ mitgearbeitet, Lukas mit „Puppet Play“ bereits einen Titel auf Steam veröffentlicht. Und in Hamburg haben sie sich schnell gefunden, „weil wir alle Lust hatten, uns selbstständig zu machen“, erklärt Lukas. Die Ziele waren kompatibel – und der Humor offenbar auch. 

Von links nach rechts: Laura Hantschel, Annika Neumann, Lukas Hort, Clara Müller
Von links nach rechts: Laura Hantschel, Annika Neumann, Lukas Hort, Clara Müller

Entspanntes Spiel mit ernster Karte 

„Das Verspielte“, ordnet Annika ein, „war in unserem Team schon immer vorhanden.“ Das schlägt sich auch in der Stimmung des Spiels nieder. Wenn die kindlichen Charaktere ein Haus platzieren, dann hat es „mindestens eine Rutsche und vielleicht eine Feuerwehrstange.“ Bei der Beschreibung von „Map Map“ fällt wiederholt das Wort „Cozy“. Auf der Insel muss vielleicht gut nachgedacht und aufgepasst werden, doch gleichzeitig funktioniert das Spiel ohne Zeitdruck und soll in eine schöne Welt einladen. 

Die Grundidee hinter Map Map: Spielende stehen auf Inseln und haben dazu eine Karte, auf der nur die Umrisse der Landmasse eingezeichnet sind. Alles andere zeichnen sie selbst ein, und verändern damit auch die Landschaft; so beschreibt etwa eine Mission den Wunschort für ein Haus, und die Spielenden müssen es entsprechend einzeichnen. „Die Karte soll nicht nur Mittel zum Zweck sein“, erklärt Laura. Genau zu schauen, zu beobachten, und mitzudenken sind wesentliche Spielmechanismen. 

Der Fokus auf Suchen und Orientieren als Kernmechanik klingt ungewöhnlich. Dabei gibt es einen großen Spielehit, der sich um genau dieses Thema dreht. „Ich bin seit Jahren ein großer Geoguessr, sagt Lukas. Millionen von Menschen landen in dem Hit in Google-Street-View-Panoramen und versuchen zu raten, wo auf der Erde sie sich befinden. Inzwischen rät das Team auch gern kooperativ zusammen. 

Auch wenn der Spaß beim Entwickeln nicht fehlen darf, verlieren Pipapo nie die Business-Seite aus dem Blick
Auch wenn der Spaß beim Entwickeln nicht fehlen darf, verlieren Pipapo nie die Business-Seite aus dem Blick

Lockere Stimmung, Konkrete Pläne 

Doch das war nur der kreative Impuls; der Weg von Pipapo Games führt in eine ganz andere Richtung. Entgegen dem nüchternen Street-View-Realismus soll „Map Map“ cozy und verspielt wirken. Der genaue Look des Spiels wird noch erarbeitet. Der klar definierte Art Style ist auch deswegen wichtig, weil „Map Map“ schon auf Social Media präsent (Instagramoder X)ist. 

Laura betont, dass dem Team einerseits der Humor wichtig sei, dass es dabei aber auch „sehr konkrete Pläne“ verfolge. Das wird deutlich, wenn Pipapo über ihre Erfahrungen im Games Lift Inkubator reden. Besonders hilfreich fanden Sie bisher Workshops zu Marktanalyse oder Production. Und Annika fand es nützlich, dass in Mentor*innengesprächen die Entscheidung des Teams zum Self-Publishing von einer Person gelobt wurde, von einer anderen hinterfragt. Das klingt zuerst wie ein Witz. Doch es ist ernst gemeint; so wäre das komplexe Thema von verschiedenen Perspektiven beleuchtet worden. „Beide hatten wichtige Punkte!“ 

Das größte Ziel im Inkubator: Einen klaren Production Plan mit verbindlichen Milestones entwickeln, um das Projekt realistisch und finanzierbar zu halten. Pipapo mögen Wert auf Spaß und gute Stimmung bei der Arbeit legen. Doch sie wissen um den Wert einer guten Roadmap. 

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