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Games Lift: Viel Neues bei der Graduation

Die Games Lift Graduation 2025 ist geschafft! Zum letzten Termin des Jahres überzeugten alle fünf Teams mit starken Präsentationen und klaren Fortschritten: Neue Projekttitel, neue Charaktere und ein neues Selbstbewusstsein standen auf der Bühne.

Das Design Zentrum Hamburg kann noch so gerappelt voll sein — wenn das Gesicht des Games Lift fehlt, dann fällt das auf. Gamecity-Chef Dennis Schoubye stand auf der Bühne und wünschte der kurzfristig ausgefallenen Margarete Schneider alles Gute. Projektmanagerin Helen Krüger und er führten souverän durch den Workshop- und Jahresabschluss des Games Lift Inkubators.

Das erste Team der Graduation: "The Wrong Horse"

Leicht gemacht wurde ihnen der Job von gut vorbereiteten Teams. Zuerst traten Sharon Sacks und Vincent Will an, um ihr Projekt „The Wrong Horse“ vorzustellen. Anschaulicher als bisher konnte Sharon demonstrieren, wie die Ermittlungsarbeit in dem Krimi durch thematisch passende Minispiele aufgewertet wird. „Deutlich selbstbewusster“ könne man die eigene Arbeit nun einschätzen, befand sie. Und Vincent stellte mit dem Ziel einer Veröffentlichung im Frühjahr 2027 klar, wie man die Zukunft angehe: „Ambitioniert.“


Griffiger, würziger

Unser Tipp für Kartensammler*innen: Behaltet Leif Gutwskis "Ungradable" auf jeden Fall im Auge.

Einen neuen Projekttitel mit Ohrwurmpotenzial hatte Leif Gutowski mitgebracht. In seinem Karten-Inspektionsspiel „Ungradable“ trifft abgründiger Horror auf eine Job-Simulation. Nach einem stimmigen Teaser-Video mit einer plötzlich verschwindenden Sammelkarte erklärte er das paranoide Spielgefühl. Trading Cards werden inspiziert, beurteilt und versiegelt. Und „wenn du alles richtig gemacht hast, überlebst du vielleicht sogar.“ Als fordernd, aber lohnend beschrieb Leif auch seine Zeit im Inkubator. Und Laudatorin Manny Hachey freute sich nach der Präsentation über den „einzigartigen Mix“ der Genres und Ideen, mit denen Leif nicht nur an seine eigenen Interessen anschließt, sondern auch an aktuelle Trends.

Wie köstlich können Monster schon sein? Wer jetzt skeptisch ist, lernt von Calluna Games wie köstlich eine Komposition aus Erkundung, Dungeons und Kochen sein kann.

Einen neuen, knuffigen Helden hatten dafür Calluna Games mitgebracht. Nach wie vor geht es in „Projekt Schleimtopf“ darum, einen Dungeon zu erkunden, die erlegten Monster zu leckeren Speisen zu verkochen und damit Boni und Gefährten anzulocken. Aber „du spielst als Wolpertinger“, stellte Moritz Biederbick gleich zu Beginn der Präsentation klar. Das in Deutschland bekannte Fabelwesen mit Hasenohren und Hirschgeweih ist nun der Held der Geschichte. Sebastian Baier erklärte, wie das Projekt sich im Inkubator weiterentwickelt habe; mit einem klareren Fokus auf ein Action-Rollenspiel-Publikum. Und mit einem Blick auf die ergiebige, doppelbödige Welt deutscher Sagen und Fabeln jenseits bekannter Märchen.


Nachgeschärft

Marc und Ronja wissen, dass die Videospiel-Entwicklung ein Marathon und kein Sprint ist: Umso befriedigender ist es, dass sich ihr "Fading Skies" sukzessive dr Ziellinie nähert.

Mit einem aufwändigen Videotrailer traten Ronja und Marc Fleps auf die Bühne. „Fading Skies“ ist seit Jahren in der Entwicklung und konnte in der Präsentation üppig belegen, was in all der Zeit gewachsen ist. Für über 25 Stunden wird Heldin Ryn ihre verblassende Welt erkunden, auf fliegenden Inseln springen und kämpfen. In weiten Teilen zu zweit entwickeln Ronja und Marc ein opulentes Abenteuer mit Metroidvania-Elementen. Dass sie das ambitionierte Ziel auch erreichen können, belegten sie mit detaillierten Ausblicken auf abwechslungsreiche Landschaften und einen knuffigen Drachen. Im Inkubator haben die beiden noch einmal viel über Marketing und Verkauf ihres Projektes gelernt. Eine wichtige Erkenntnis gibt ihnen Antrieb, wie Marc auf der Bühne erzählte: „Dass wir ein Publikum haben“ — das hat eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne bewiesen.

Eine Erinnerung daran, wie alles begann: Die Volleyball-Mechanik von "AfterLive" wurde zugunsten noch spannenderer Gameplay-Mechaniken aufgegeben, doch sie bleibt im Herzen.

Mit besonderem Stil im Rücken traten Adnan Akhtar und Felix Swimmer von Curio Compass auf die Bühne. Die beiden standen vor einer poppigen Präsentation, umfangreich illustriert von Teammitglied Adri Colmenares, und erklärten ihren neuen Pitch: In „AfterLive“ landen drei arme Seelen in der angesagtesten Reality-Show von Limbo City. In ihre menschlichen Körper zurückkehren dürfen sie nur, wenn sie die Show gewinnen. In dem Roguelite spielen rundenbasierte Kämpfe eine Rolle, es geht aber auch darum, das Publikum auf die eigene Seite zu ziehen. Im Kern ist die Idee damit erhalten geblieben, aber im Detail hat sich viel geändert; angetreten war das Projekt mit einem anderen Namen und einem Volleyball-Konzept. Dass die drei Mut und Beweglichkeit bewiesen haben, lobte auch Laudator Michael Schieben - und schenkte dem Trio einen Volleyball als Erinnerung.

Damit war die Graduation absolviert, der Stream offline, aber der Abend noch lange nicht vorbei. Wer das fröhliche Aufeinandertreffen von Absolvent*innen, Alumni und Gesichtern der Gamecity Hamburg verpasst hat, sollte den Newsletter abonnieren oder auf Discord vorbeischauen. Der nächste Jahrgang kommt bestimmt.

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