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Games Lift: Hacken und Snacken mit Projekt Schleimtopf

Im Games Lift Inkubator beeindrucken sie als flexibles Team mit schnellen Fortschritten. Kein Wunder: Die vier Profis hinter Projekt Schleimtopf arbeiten schon länger zusammen.

Sie wollen etwas entwickeln, „hinter dem wir stehen und auf das wir auch stolz sein können“, sagt Sebastian Baier. Deswegen arbeiten Calluna Games nach einer Anstellung in einer anderen Firma nun an etwas ganz anderem. Und deswegen klappt bei ihnen alles auffällig schnell. Die vier kennen einander, wirken gut eingespielt, und haben ihr Projekt innerhalb weniger Monate von der Startlinie in den Games Lift Inkubator gebracht.

„Wir haben zwei Jahre als Team zusammengearbeitet“, erklärt Franziska Neu. Sie ist die Generalistin des Quartetts, programmiert und ist im Schwerpunkt mit Projektmanagement beschäftigt. Sebastian ist als Game Programmer für alle technischen Fragen verantwortlich. Inga Kriz beschäftigt sich als Art Directorin nicht nur mit Charakteren, sondern auch mit Environmental Storytelling und allen optischen Elementen bis zu Animation und UI. Und Moritz Biederbick hatte die Idee für das Spiel, inklusive der appetitlichen Genrebezeichnung „Hack ‘n Snack“; er ist als Game Designer für Konzept und Writing verantwortlich.

Slay, Cook, Serve

Die Inspiration zu Projekt Schleimtopf kam mit dem Anime-Hit „Delicious in Dungeon“, erzählt Moritz. Ihm gefiel die Idee, „dass man in einem Dungeon gefangen ist und Monster verzehren muss, um zu überleben.“ Dazu entwickelte er Konzepte, ließ sie aber vorerst ruhen. Als er Monate später mit dem Team nach dem passenden Projekt suchte, fanden sie hier den „Selbstläufer“, der alle anzündete. Allen machte es Spaß, daran zu arbeiten, alle brachten eigene Ideen ein.

Auch wenn sich die Zutaten noch ändern, ist das Grundrezept gleichgeblieben. Projekt Schleimtopf lebt vom Wechsel zwischen verschiedenen Spielelementen – zuerst das Verlies erkunden und Monster besiegen, dann leckere oder zumindest hilfreiche Gerichte aus den Monsterteilen kochen, und schließlich verfüttern. Mit „Slay, Cook, Serve“ beschreibt das Team den Gameloop. Dabei klingen gleich mehrere beliebte Genres an: Kämpfen und Erkunden wie in einem Action-Adventure, Kochen wie in einem Crafting- und Essen servieren wie in einem Strategie-Spiel.

Beweglich bleiben die vier aber auch im Inkubator. Nach mehreren Workshop-Wochen haben sie das Projekt bereits entscheidend überarbeitet. Im Interview heben sie mehrere Anregungen hervor, die alle den Blick auf Markt und Publikum gelenkt hätten: Die Projekt-Analyse im Product-Field-Workshop von Michael Schieben, der Vergleich mit etablierten Spielen mit Cassia Curran, Grundlagen modernen Spielemarketings mit Thomas Reisenegger.

Die richtige Anzahl an Köchen

So hat Projekt Schleimtopf nun einen klareren Fokus. Weil actionreicher Kampf und Crafting-Küche andere Menschen ansprechen, als gemütliches Tavernen-Management, hat sich das Spiel etwas verschlankt. Statt eine Taverne zu eröffnen, kocht der Held nun für seine Verbündeten und sich selbst, um stärker zu werden. Verschiedene Gerichte verändern und verbessern die Fähigkeiten, mit denen es dann weiter in das Verlies hineingeht.

Fokussierter wirkt auch das Setting, mit deutschen Märchen als Bezugsrahmen und einem neuen Helden: Ein verwegenes weißes Häschen mit rot angelaufenem Auge blickt im neuen Artwork wachsam ins Unterholz. Inga erklärt den Twist, dass bei ihnen der „eher als Angsthase“ bekannte Charakter besonders mutig ist und sich in ein „wirklich düsteres Märchenuniversum“ hineintraut.

So werden nicht drei völlig unterschiedliche Spiele entwickelt, sondern ein Titel mit einer klaren kreativen Vision, den die vier Profis im Team auch stemmen können. Realistisch gehen sie auch die weiteren Schritte an. Sie wissen, dass noch das eine oder andere Jahr vergehen wird, bevor sie fertig werden. Die aktuellen Arbeiten konzentrieren sich auf mehrere Baustellen, von der Firmengründung über ein Proof-of-Concept bis zur Vorbereitung weiterer Finanzierungsschritte.

Bemerkenswert realistisch, fast schon nüchtern reden die vier über ihr kreatives Projekt. Dass sie als kleines Team engagiert und beweglich auf Herausforderungen eingehen müssen, um nicht nur im Inkubator, sondern insgesamt zu bestehen, haben sie begriffen. Bei allen konkreten Plänen bleiben sie offen für die Zukunft. Wo genau das Projekt in ein paar Monaten stehen wird? „Sagen wir, es ist eine Überraschung.“, sagt Sebastian und lacht. „Für uns alle.“

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