15. September 2026
Games Lift 2026: Neue Teams, neue Pläne
Unser Games Lift Inkubator 2026 startete mit unserem traditionellen Kick-Off bei bestem Sonnenschein im Design Zentrum Hamburg. Unsere Teams kamen zum ersten Mal zusammen, erhielten alle notwendigen Infos zum Programmablauf. Außerdem konnten sie bereits mit einigen Mentor*innen und Alumni netzwerken. Lest mehr in unserem Games Lift Log.

Der neue Games Lift Inkubator ist offiziell gestartet. Und Gamecity Hamburg hat das erfolgreiche Programm mal wieder weiterentwickelt. Diese Energie wird man für die neuen Teams brauchen. Denn die wirken schon zum Start richtig stark.
Wer in einer Sache gut werden will, braucht ehrliches Feedback und den Willen zur Verbesserung. Und wer gut bleiben will, auch. Ein praktisches Beispiel lieferten Margarete Schneider und Helen Krüger aus dem Gamecity-Hamburg-Team, als sie zum Kickoff des Games Lift Inkubators 2026 die Bühne des Hamburger Design Zentrums betraten.
Das Programm hat bereits vielen Teams bei der Professionalisierung und dem erfolgreichen Start ihrer Projekte geholfen. Doch ein paar Details gibt es immer zu verbessern. Auch diesmal haben sich Einzelheiten im Programm des Games Lift Inkubators geändert. Margarete und Helen erklärten den Teams, wie sie die Unterstützung über das kommende Jahr hinweg verstetigen und helfen wollen, auch den Stress im Griff zu behalten. Dass die Stimmung diesmal besonders locker wirkte, hatte vielleicht auch mit dem geänderten Abendprogramm zu tun. Es wurde etwas entzerrt, die ersten Beratungen mit Mentor*innen auf einen späteren Termin im September verlegt.
Im Mittelpunkt standen die neuen Teams. Zwei Dinge waren diesmal besonders schön: Die Frische der Ideen und das Maß der gegenseitigen Unterstützung. Dass Teams einander bereits von Studium oder Indie-Treffs kennen, kommt natürlich öfter vor. Doch die ansteckende Begeisterung und Neugier aufeinander hinterließen einen bleibenden Eindruck.
Eine besonders freundliche Idee für unfreundliche Zeiten brachte Friederike Fröhlich mit. Sie tritt alleine an, ist aber gut vernetzt und hat sich „Neon Nest“ ausgedacht: sich auf einem Hausdach einer überfluteten Cyberpunk-Stadt mit Tauben anfreunden. Man wird nicht nur Vögel füttern, sondern auch gegen den Untergang gärtnern und dabei helfen, dass etwas Neues entsteht. Auch, wenn „Neon Nest“ noch in der Konzeptphase steckt, schien die klare Vision hinter dem isometrischen Voxel-Abenteuer durch.
Ein Spiel, bei dem man auch direkt Hand anlegen will, ist „Witch Artisan“: Hier wird tatsächlich interaktiv getöpfert, und die Töpferwaren werden natürlich auch verzaubert. Und auch hier können die Spielenden ihr Umfeld verschönern. Das Duo Shellsprout will den kompletten kreativen Prozess von der Wahl der Tonsorten bis zum Brennen der Glasur abbilden. Es geht aber auch darum, ein Abenteuer zu erleben, einen Laden zu führen, eine Gemeinschaft zu beleben. Die gemütliche Idee erregte große Neugier.
Gute Ideen weiterentwickelt
Auch „Snap Shut Worlds“ von Leanna Geideck und Stephan zu Münster ist ein Projekt, bei dem man direkt anfängt, Ideen weiter zu spinnen; vor allem, wenn man ein Kind der Neunziger ist. Denn in dem Spiel geht es um Compact Toys – kleine Plastikkofferwelten, die in den 90er Jahren der letzte Schrei waren. Und dann geht es darum, was wirklich mit so einem Spielzeug passiert: Teile gehen verloren, man mischt verschiedene Spielzeuge, und dann geht der Spaß erst richtig los.
Die Idee von Rainpiper Games leuchtet besonders gut ein, weil man sie im Kopf fast schon spielen kann. Das Zweier-Team entwickelt mit „Sunderhold“ ein Base-Defense-Spiel mit eleganten, aber tiefen Spielmechanismen. Es geht um die taktische Positionierung kleiner Einheiten in handgebauten Levels. Das Konzept könnte eine beliebte, aber unterversorgte Nische bedienen. Erste Visualisierungen verheißen einen stimmungsvollen, minimalistischen Grafikstil.
Jetzt wird beschleunigt
Richtig Laune machen könnte auch „Time Travel Train“, vom Trio EdelErde. Der Name zeigt bereits in die richtige Richtung: Der zeitreisende Zug muss immer neue Epochen erreichen und dabei gegen immer größere Armeen bestehen. Eine coole Optik mit Retro-3D-Grafik kann das Incremental-Spiel bereits vorweisen, und dazu eine Spielidee, in die Menschen sich gern vertiefen. Dass sie Projekte auch fertigstellen können, haben die drei bereits mit zwei Veröffentlichungen bewiesen.
Wer sich am Ende in die gutgelaunte Runde mit Alumni und Mentor*innen setzte, bemerkte schnell, wie ausgefeilt viele der Konzepte bereits klingen. Und etwas über Alliterationen, Pottery-Content oder süße Taubenküken lernen. Wer mit dieser Energie in den Games Lift Inkubator startet, der macht bereits vieles richtig. Auf die nächsten Monate können wir uns freuen.
Fotos von © Christina Czybik

























